Kai Schumacher

„Der Konzertflügel hält Schumacher nicht nur eine Tastenreihe entgegen, sondern öffnet sich wie eine Wunderkammer des Klangs, wenn er nur seinen Deckel hebt.” (Klassik Critix)

Es gibt nicht viele klassische Musiker, die auf ihrem Facebook-Account ein Berliner Elektro-Punk-Album aus  dem Jahre  1993 empfehlen oder den 25. Todestag von Grunge-Mastermind Kurt Cobain mit einem Link zu dessen Schlüsselsong „Lithium“ ehren. Ob Atari Teenage Riot oder Nirvana: der Pianist KAI SCHUMACHER  bewegt  sich stilsicher und kenntnisreich in den unterschiedlichsten Gefilden der populären Musik.

Dabei hat der Duisburger selbst zunächt die typische Ausbildung im Klassikbetrieb durchlaufen. Nach der städtischen Musikschule besuchte er die Folkwang-Hochschule in Essen. Diese schloss KAI SCHUMACHER 2009 in der Meisterklasse von Prof. Till Engelmit Auszeichnung ab. Vor mittlerweile zehn Jahren, direkt in seinem Abschlussjahr, nahm er sich „The People United Will Never Be Defeated“ von Frederic Rzewskivor und wagte sich hiermit an seine erste von bisher vier Album-Einspielungen. Ein klares Statement des „Bad Boy of Music(Klassik Critix), der seitdem wie ein musikalisch verrückter Wissenschaftler experimentiert und scheinbar unvereinbare Elemente kombiniert – mit überraschenden Ergebnissen. Seine Solo-Performances sind pure musikalische und stilistische Alchemie, die eine berauschende Mischung aus Dadaismus und Dancefloor, Avantgarde und Popkultur bieten – und manchmal vermengt der „Punk-Pianist(BR) sogar alles auf einmal.

Auf „Rausch“, seinem aktuellen Album, liegt der Fokus nun erstmals durchgängig auf eigenen Kompositionen. Dabei verzichtet  KAI SCHUMACHER auf Overdubs. Überhaupt kommt  keinerlei  Elektronik zum  Einsatz. Stattdessen hat er sein Instrument analog  präpariert und die Mechanik des Klaviers dahingehend manipuliert, dass ganz bewusst „schräge“  Töne entstehen. „Rausch ist somit eine Momentaufnahme, die man nicht unbedingt mit Klaviermusik  verbindet“, sagt KAI SCHUMACHER. Eine konsequente Positionierung  in  der modernen  Klassik; ein  Bekenntnis zur  Musik  auf der  Schwelle  zu  den neuen Zwanziger Jahren: „Wie tausend kleine, unermüdliche Bienchen flirrt »Rausch« im Ohr(BR Klassik). KAI SCHUMACHER macht sein Ding und wendet sich somit vom Kanon und Konvention ab.

\ Live 2019 & 2020 \

DATE CITY VENUE NOTES TICKETS
15.01.-18.01.2020 NL \ Groningen ESNS – Eurosonic Festival   ->
13.03.20 DE \ Duisburg Philharmonie Gisbert zu Knyhausen singt Schubert ->
15.04.20 DE \ Berlin Philharmonie Six Pianos ->