Flut

„Im Kosmos von FLUT bietet jeder Satz, jeder Ort, jeder Ton eine Projektionsfläche für Epochen, Bilder und Analogien – ohne sich jemals aufzudrängen.“ (Red Bull)

Angefangen hat alles mit einem tragbaren VHS Rekorder. Die fünf Jungs von FLUT haben in ihrer Jugend und Freizeit zuhause in Oberösterreich analoge Filme gedreht und sich dabei in die bunte, aber auch dreckige Ästhetik der 1980er Jahre verliebt. Zwischen unterkühltem Synthesizer-Minimalismus und bombastischem Stadionrock haben die Wahl-Wiener im März 2017 ihre Debüt-EP „Nachtschicht“ veröffentlicht, ein Jahr später folgte das Debütalbum „Global“. Diese schielt diese nicht nur visuell, sondern auch musikalisch zurück die vorletzte Dekade des  20. Jahrhunderts. Dabei vermischen FLUT angelsächsische Pop-Gerüste mit Post-NDW-Sounds und verweisen mit Ernst- und Sinnhaftigkeit auf eine stets belächelte Ära der Musikgeschichte, ohne dabei an Leichtigkeit zu verlieren.

Auch in ihren bisher veröffentlichten Musikvideos bedienen sie sich einer finsteren, körnigen VHS-Ästhetik, die bei Live-Szenen an alte Rockpalast-Aufnahmen und in ihren dramaturgisch-narrativen Momenten an alte Fernsehkrimis zwischen Tatort und Kottan ermittelt erinnert. Letztendlich versuchen FLUT einer glatten Gegenwart etwas von roher Natur entgegenzusetzen. Und gerade im artifiziellen Schein von Neonlicht werden Schweiß und Schmutz besonders deutlich sichtbar.