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Die Andere Seite

Schauspieler TOM SCHILLING macht Musik, die klingt, als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes getan, als deutsche Chansons zu schreiben und um sein Leben zu singen.

Bis vor Kurzem musizierte man noch als Tom Schilling & The Jazz Kids, nun schlägt die Band unter dem Namen DIE ANDERE SEITE ein neues Kapitel auf.

Für mich war schon früh klar, dass ich nicht mehr Tom Schilling heißen wollte. Ich fühle mich einfach unwohl, wenn mein Name auf einem Album oder einem Tourposter steht. Trotzdem war es ein langer Entscheidungsprozess, weil mir viele Leute sagten: ‚Mein Gott, das sind so verdammt persönliche Stücke, dann steh doch dazu!‘ Das mag wohl stimmen und trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – gibt es den gewaltigen Wunsch, hinter Rollen und Namen zu verschwinden. Es ist ein bisschen paradox, aber ich glaube, meine künstlerische Kraft entsteht genau aus diesem merkwürdigen Nebeneinander von Intimität und Unnahbarkeit.“ Das sei für ihn auch eine Bedeutungsebene des Namens DIE ANDERE SEITE. Die Besetzung ist weitestgehend gleichgeblieben und auch Moses Schneider wirkte beim neuen Album „Epithymia“ (VÖ: 15.04.2022) wieder als Produzent mit.

Das neue Album ist eine faszinierende, aber keine fröhliche Angelegenheit. Dass sein „Lied vom Ich“ die Platte eröffnet, war für Tom Schilling dabei von Anfang an klar: „Die Sätze wirken, als kämen sie aus dem Unterbewusstsein und bahnen sich, langsam lauter werdend, den Weg ins Bewusstsein. So ist auch die Musik gedacht. Erst flüstert alles, als kämen die Stimme und die Musik aus einem Gefängnis, dann wird es immer zwingender, bis sich die ganze Wut und Ohnmacht in diesem Schrei entladen. Der Song funktioniert wie eine Psychoanalyse – und bringt das Thema der Platte vielleicht am besten auf den Punkt.“ Das Thema von „Epithymia“ – das wissen die Expertinnen der griechischen Mythologie vielleicht schon – ist nämlich „die Sehnsucht und das unstillbare Verlangen“.

Epithymia“ ist ein besonderes, ein intensives, ein herausforderndes Album. Was nicht nur für die Musik gilt. Denn für das Artwork fand Tom Schilling eine Künstlerin, die seiner Arbeit und seinen Gedanken sehr nahesteht. Natalie Huth, die aus alten Zeitschriften, Zeitungen und Fotografien dunkle, mal Angst einflößende, mal romantische Collagen fertigt, hat nicht nur das Album-Cover gestaltet – sie wird auch die Singles bebildern und die Live-Premiere von „Epithymia“ mit einer Ausstellung begleiten.

Tom Schilling & The Jazz Kids veröffentlichten 2017 das Debütalbum „Vilnius“. Das zeigte mit Songs wie „Ballade von René“ und „Kein Liebeslied“ schon recht deutlich, dass man es nicht unter „singender Schauspieler“ verbuchen konnte – sondern als starkes Debüt eines leidenschaftlichen Musikers, der eben auch vor der Kamera steht.

\ Epithymia Live 2023 \

 

DATE CITY VENUE NOTES TICKETS
18.08.23 DE \ Bad Elster König Albert Theater   ->