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Jeanne Added

(FR)

Klassik, Jazz, Indie-Rock, Grunge, Theatermusik … Genres und Schubladen gäbe es viele für JEANNE ADDED. Das Dumme ist nur: Sie passen alle nicht. Die 1980 in Reims geborene französische Sängerin und Multiinstrumentalistin ist so umtriebig wie schwer zu verorten. Jetzt stellt sie ihr lang erwartetes erstes Soloalbum vor. Auf „BE SENSATIONAL“ trifft minimalistischer, aber ausdrucksstarker Pop auf experimentelle, dafür umso leidenschaftlichere Elektronik. Dazu erklingt eine Stimme, deren Kraft und Charisma Frankreichs Jazz- und Popszene seit Jahren in Atem hält.

Der Weg zu „BE SENSATIONAL“ führte JEANNE ADDED über mehrere Stationen. Am Konservatorium ihrer Geburtsstadt studierte sie zunächst klassischen Gesang und Cello, danach Jazz in Paris. Sie lernte bei der Compagnie Lubat in Uzeste. 2001 wurde Jeanne Added am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse (CNSMD) in Paris als erste Sängerin überhaupt im Jazzfach zugelassen. Danach ging’s zwischenzeitlich an die Royal Academy of Music nach London. Nach ihrem Abschluss am CNSMD hagelte es Kooperationsanfragen von den unterschiedlichsten Musikern: Vincent Courtois, Denis Charolles, Riccardo Del Fra, Yves Rousseau, Laurent Dehors, Pierre De Bethmann, Edouard Ferlet, Jean-Philippe Viret, Manu Codjia und John Greaves – sie alle musizierten mit der kurzhaarigen Französin.

Daraus zog JEANNE ADDED nicht nur viele Erfahrungen, es entstanden auch einige feste Engagements bei Jazzgruppen, etwa beim Vincent Courtois Quartet, mit dem sie 2006 ein Album aufnahm, und dem Trio Yes Is A Pleasant Country, in dem sie mit dem Sopransaxofonistin Vincent Lê Quang sowie dem Pianisten Bruno Ruder spielte – 2011 gab’s dafür eine Nominierung für den renommierten Jazzpreis Victoires du Jazz.

Seit 2008 und ihrem ersten Gastspiel beim Festival Vague de Jazz in Longeville-sur-Mer tritt sie mit einem Repertoire aus eigenen Songs und Coverversionen auf – solo mit ihrem E-Bass. So wie 2009, als sie Linnake ins Leben rief, ein Post-Grunge-Trio mit Julien Desprez an der Gitarre und Sébastien Brun an den Percussions. 2011 lud sie das in Frankreich sehr bekannte Indie-Pop-Duo The Dø als Toursupport ein; im selben Jahr veröffentlichte JEANNE ADDED eine EP für das Label Carton Records.

Auch für das Theater komponierte und spielte sie: Stücke wie Racines „Die Prozessierenden“, „Marie Clothilde“ und „Anatole Felde“ von Hervé Blutch, „Jouer Bartleby“ und „L’Armoire“ von Serge Added mit der Compagnie Theatre’ Theatre in Reimes, wie auch „The Fall Of The House Of Usher“ von Sylvain Mauritius von der Compagnie Airelle in der Spielzeit 2010/11.

2012/13 machte JEANNE ADDED sich mit rund 40 Auftritten als Duo mit Marielle Chatain (von The Dø) einen Namen in der französischen Indie-Szene. Für das internationale Musikfestival Rencontres TransMusicales in Rennes wurde ADDED 2014 als Eröffnungsact ausgewählt, fünf Auftritte im örtlichen Aire Libre Theatre schlossen sich im Dezember an.

Kein Wunder, dass sich JEANNE ADDED bei so vielen Aktivitäten ein wenig länger für ein Solodebütalbum Zeit ließ. „BE SENSATIONAL“ entstand 2014, wurde von Dan Levy von The Dø produziert und erscheint jetzt auf dem Label Naïve.

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Dennis Krause

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