Selective Artists

Loading Music ...

Jack Savoretti

(UK)

Manchmal kennt man seine eigene Geschichte nicht, wenn man diese mit etwas Abstand betrachtet. Mit JACK SAVORETTIs letztem Album „Written In Scars“ aus dem Jahr 2015, welches 100.000 mal verkauft wurde, war es plötzlich klar.

Zu Beginn seiner Karriere wurde der 20-jährige Singer-Songwriter als das nächste, große Thema gefeiert und realisierte schnell, dass die Leute um ihn herum nicht dieselben Visionen teilten wie er. Anstatt dies für sich zu behalten, erkämpfte er sich seine künstlerische Freiheit, womit er allerdings sein goldenes Ticket zum Ruhm verlor. Er musste von vorne anfangen, verbrachte die nächsten sieben Jahre auf enttäuschenden Tourneen während er versuchte seinen Weg zu gehen und seine Familie zu unterstützen. Er war frustriert und bereit alles aufzugeben – und baute genau diese Frustration in seine Songs ein. Der Titel des Albums hätte nicht deutlicher sein können: die Song sind aus seinen Kämpfen heraus entstanden.

Ein Top 10 Album und eine weltweit ausverkaufte Tournee zeigten, dass „Written in Scars“ SAVORETTI zum Star gemacht hat.
Nach seiner Tour strömte neue Musik praktisch aus ihm heraus und SAVORETTI beschloss, dass jeder Song an nur einem Tag geschrieben, aufgenommen und fertig gestellt werden sollte. „Ich wollte festhalten wie man einen Song zum ersten Mal singt,“ erinnert er sich. „Das Reproduzieren ist sehr schwer, man kann die erste Leistung niemals schlagen. Es mag nicht super perfekt sein, aber es ist was Besonderes.“

Diese Intuition hat sich im höchsten Maße ausgezahlt. „Sleep No More“ ist noch abwechslungsreicher und emotional berührender als sein Vorgänger. Die musikalischen Gewässer sind noch tiefer, die Palette noch breiter und – obwohl der Macher es am Anfang nicht realisiert hat – hat es eine Geschichte die genau so wahr klingt wie die schmerzhaften Erzählungen von „Written in Scars“.

„Sleep No More“ handelt von den Schwierigkeiten an der Liebe festzuhalten, allen Widrigkeiten zum Trotz. Über Sorgen, die Aufruhr und über die ultimative Erkenntnis, dass man die Kämpfe, die einem im Leben vor die Füße fallen, nicht alleine kämpfen kann.

SAVORETTI hat es zu der Zeit wahrscheinlich noch nicht gewusst, aber jeder Song aus „Sleep No More“ ist ein Kapitel einer Geschichte. Als er wusste dass das Album mit „When We Were Lovers“ anfangen musste, war es klar dass es mit „Lullaby Loving“ aufhören musste. Es beginnt dadurch, ein Bild von ihm als wandernden, schurkischen Musikern zu zeichnen, der durch Liebe, Ehe und Vaterschaft transformiert wird: als der Song zum Ende kommt, bittet er: „Gib unsere Liebe nicht auf, gib uns nicht auf..“

„Dieses Album ist die Anerkennung, dass ich immer noch durcheinander bin, ich bin immer noch verloren, ich stehe immer noch mit dem Gesicht zur Wand, aber ihr seid hier, und das brauche ich wirklich,“ denkt SAVORETTI. „Dies ist eine Erklärung: Ich brauche euch, geht bitte noch nirgendwo hin.“
Er hatte also schließlich doch eine Geschichte zu erzählen.

Artist Links

Presskit